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Schwerpunktfächer

Schwerpunktfächer

Die Schwerpunktfächer werden vor Eintritt in die Quarta gewählt, aber erst ab Tertia unterrichtet. (Tertia: 4 Lektionen / ab Sekunda: 5 Lektionen). Die Schülerinnen und Schüler können so individuell ihre Ausbildung gestalten und ihr Wissen in einem Fach erweitern und vertiefen. Das Schwerpunktfach ist Teil der Maturitätsprüfungen. Die folgenden Schwerpunktfächer stehen zur Wahl:

  • Englisch
  • Spanisch
  • Physik und Anwendungen der Mathematik
  • Biologie und Chemie
  • Wirtschaft und Recht
  • Philosophie/Pädagogik/Psychologie
  • Bildnerisches Gestalten
  • Musik


Wahlmöglichkeiten:

Die Anmeldung zum Schwerpunktfach ist  verbindlich. Wir erwarten deshalb von unseren Schülerinnen und Schülern, dass sie sich intensiv mit der Wahl auseinandersetzen und sich zu diesem Zweck auch mit den Eltern sowie Mitschülerinnen und Mitschülern besprechen. Zu jedem Fach können detaillierte Informationen abgerufen werden. Ein Wechsel des Schwerpunktfachs ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich, sofern im gewünschten Fach noch freie Plätze sind. Es muss dafür ein Gesuch eingereicht werden.

Englisch

Englisch ist die internationale Sprache der Kommunikation im Alltagsleben, in der Politik, in der Kultur, in den Wissenschaften und in der Wirtschaft. Eine gute Kenntnis der englischen Sprache eröffnet in der Welt viele Möglichkeiten und ist für ein Studium unerlässlich. Das Schwerpunktfach Englisch wird erfahrungsgemäss nur von wenigen Schülerinnen und Schülern gewählt. Dadurch ist  die individuelle Betreuung der Teilnehmenden in einer kleinen Gruppe durch die Lehrkraft intensiv.

Voraussetzungen

Das Schwerpunktfach Englisch setzt in der Tertia ein, baut aber auf Vorkenntnissen auf. Englisch muss nach der 7. Klasse entweder als Fakultativkurs oder im obligatorischen Unterricht durchgehend besucht worden sein. Das Schwerpunktfach Englisch kann nur belegen, wer im Grundlagenfach entweder Latein oder Italienisch hat.

Ziele

Die Schülerinnen und Schüler erlangen eine angemessene Fähigkeit im Gebrauch der Gegenwartssprache, wie dies auch im Grundlagenfach der Fall ist. Darüber hinaus setzen sie sich vermehrt und vertiefter mit Themen und Inhalten aus dem literarisch historischen Bereich auseinander und lernen verschiedene Variationen des Englischen (z.B. das Amerikanische) und die damit verbundenen Kulturen kennen. Die Lektüre und Diskussion von Sachtexten und Presseerzeugnissen, der Einbezug von Filmmaterial und nicht zuletzt die Beschäftigung mit elektronischen Informationsquellen stellen den Bezug zur aktuellen Situation des entsprechenden Kulturkreises her.

Wer sollte Englisch wählen?

Weltoffene, aktive Schülerinnen und Schüler, die eine Bereitschaft mitbringen, sich am Unterricht zu beteiligen und Interesse und Freude an Literatur und Sprache haben.

Spanisch

Ein Tor zur Welt

In unserer Welt, in der die kulturellen, wirtschaftlichen und menschlichen Beziehungen immer weniger vor Landes- oder Sprachgrenzen Halt machen, ist es ein Vorteil, die international wichtigen Sprachen zu beherrschen. Das Erlernen dieser Sprachen in der Schule eröffnet neue Möglichkeiten für die zukünftige persönliche Entwicklung. Und dies unabhängig davon, welches Studium oder welchen Beruf man später ergreifen will.

Spanisch ist eine der fünf Weltsprachen. Es ist auch die Sprache von mehr als 350 Millionen Menschen und Amtssprache in ca. 20 Ländern. Dies gibt ihr eine grosse Bedeutung als Kommunikationssprache. Darum ist Spanisch, nach Englisch, die weltweit am meisten gelernte Fremdsprache.

Die spanischsprachige Literatur ist eine der vielseitigsten der Welt. Diese Tatsache und die verschiedenen Kulturen, die der spanische Sprachraum umfasst, machen aus Spanisch eine wichtige Kultursprache.

Das Erlernen fremder Sprachen und das Kennenlernen des entsprechenden kulturellen Hintergrunds fördern weltoffene, tolerante und sozialkompetente Menschen. Da moderne Sprachen nicht rein logisch strukturiert sind, hilft die Auseinandersetzung mit ihnen auch ein Gegengewicht zum reinen rationalen, logischen Denken zu schaffen. Die Beschäftigung mit anderen Sprachen und Kulturen hilft uns zudem, unsere eigene Kultur und uns selber besser zu kennen und zu verstehen.

Die Wahl des Schwerpunktfachs Spanisch ab Tertia ermöglicht es, mit etwas Neuem bei null anzufangen ohne allfällige alte "Lücken" füllen zu müssen. Die Arbeit an der neuen Sprache ist mit 4 bis 5 Stunden pro Woche ziemlich intensiv. So sind die eigenen Fortschritte schnell feststellbar und die hohen Anforderungen der Maturitätsprüfung in 3 Jahren gut erreichbar.

Weitere Informationen finden sich auf der Website Spanisch.

Physik/Anw. der Math

Im Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik (PAM) können mathematisch-naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse und Fähigkeiten aus den Grundlagenfächern Physik und Mathematik weiterentwickeln und vertiefen. Wer Freude am Forschen und Experimentieren, am logischen Denken und am sauberen und exakten manuellen Arbeiten hat, wird in diesem Schwerpunktfach eine befriedigende Zeit erleben. Das Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik begünstigt zudem den Einstieg in die Ausbildungsgänge aller Natur- und Ingenieurwissenschaften unserer Hochschulen. Die Studienwoche in München bildet einen kulturgeschichtlichen Rahmen der Ausbildung. Exkursionen beispielsweise in ein Grossforschungszentrum liefern Verbindungen zum modernen physikalisch-industriellen Forschungsbetrieb.

Physik

Der Unterricht bietet einerseits die Vermittlung solider Grundkenntnisse in den Teilbereichen der Physik und andererseits eine exemplarische Vertiefung in gewissen Gebieten wie beispielsweise der Elektronik an; dabei sollen auch innere Zusammenhänge aufgezeigt werden. Die Schülerinnen und Schüler eignen sich experimentelle und theoretische Arbeitsweisen an, um Phänomene und Vorgänge in Natur und Technik zu erfassen und zu beschreiben. Dabei werden die heutigen Möglichkeiten der Informatik zur Messung, numerischen Verarbeitung und Simulation angemessen berücksichtigt. Mittels Praktika und Übungen wird die Fertigkeit zu selbständigem, exaktem manuellen Arbeiten und die Fähigkeit, physikalische Probleme zu lösen, weiter gefördert.

Mathematik

Von Galileo Galilei stammt der Ausspruch, "das Buch der Natur ist in der Sprache der Mathematik geschrieben". Mathematik bildet aber heute nicht mehr nur die Grundlage der Naturwissenschaften, sondern fliesst immer mehr auch in andere Wissenschaften ein.

Der Unterricht im Fach Anwendungen der Mathematik bietet Raum und dringend benötigte Zeit, um Themen aus dem Grundlagenfach Mathematik zu vertiefen und es um wichtige, aber nicht behandelte Gebiete zu ergänzen. Der Zahlenraum wird um die komplexen Zahlen erweitert, die Gebiete Algebra und Geometrie enger verzahnt, Probleme in dynamischen Systemen analysiert und Lösungsansätze erörtert sowie in die Wunderwelt der Fraktale eingetaucht. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler, den Computer als Hilfsmittel zu gebrauchen. Im Zentrum steht dabei immer die Förderung des Abstraktionsvermögens und des logischen und kritischen Denkens. Diese Fähigkeiten ermöglichen es, Lösungsansätze für anspruchsvolle Problemstellungen aus den verschiedensten Bereichen zu erkennen und diese mit Weitsicht anzugehen.

Biologie und Chemie

Im Schwerpunktfach Biologie und Chemie erweitern und vertiefen naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler das Basiswissen und die Basisfertigkeiten der Grundlagenfächer Biologie und Chemie. Sie gewinnen zusätzliche Kenntnisse über den Aufbau, die Eigenschaften und die Umwandlungen von Stoffen aus Natur und Technik und über die vielfältigen Lebenserscheinungen. Dieses Schwerpunktfach bereitet auf naturwissenschaftliche wie auch auf medizinische und pharmazeutische Ausbildungsgänge vor.

Praktisches Arbeiten in Feld und Labor steht im Zentrum des Ausbildungsganges. Experimente im Labor stellen einen Bezug zum Alltag her und veranschaulichen die Theorie.

Die praktischen Arbeiten werden - einzeln oder in Gruppen - im Laufe der Ausbildung zunehmend selbständig durchgeführt und ausgewertet.

Verschiedene Themen werden fachübergreifend behandelt. So beschäftigen wir uns während der Vorbereitung und Durchführung einer Studienwoche an der Nordsee intensiv mit Meeresbiologie und -chemie. Während der Woche untersuchen wir verschiedenste Tiere und im Speziellen beobachten wir Küstenvögel.

Eine Auflistung ausgewählter Gebiete und typischer Fragestellungen aus unserem Schwerpunktfach:

Biologie

Ökosysteme. Wie können die Strukturen verschiedener Land- und Gewässerökosysteme untersucht und charakterisiert werden?

Mikrobiologie/ Molekularbiologie. Wie können Bakterien vermehrt und zur Herstellung von Medikamenten eingesetzt werden? Wie kann die DNA nachgewiesen, untersucht und geschnitten werden?

Entwicklungsbiologie/ Evolution. Wie untersucht man die unterschiedlichen Embryonalentwicklungen verschiedener Organismen und wie werden diese gesteuert? Welche Rückschlüsse auf die Evolution können daraus gezogen werden?

Humanphysiologie. Wie können Stoffwechseluntersuchungen am eigenen Körper vorgenommen werden?

Morphologie/Anatomie. Welche unterschiedlichen Methoden gibt es zur Herstellung von Frisch- und Dauerpräparaten?

Chemie

Trennverfahren. Wie werden aus Pflanzen Duftstoffe und Fette isoliert und gereinigt?

Gleichgewicht. Wie entstehen Tropfsteinhöhlen?

Thermodynamik. Wie viel Energie kann durch Verbrennungsreaktionen gewonnen werden? Unter welchen Bedingungen laufen solche Reaktionen spontan ab?

Elektrochemie. Wie funktionieren Batterien, Akkumulatoren und Brennstoffzellen?

Farbstoffe. Wie müssen Stoffe chemisch aufgebaut sein, damit unser Auge sie farbig wahrnimmt? Welche Eigenschaften brauchen Farbstoffe, damit sie auf so unterschiedlichen Materialien wie Wolle, Polyester oder Aluminium haften?

Tenside. Wie lösen Waschmittel den Schmutz?

Umwelt. Wie gross sind die Konzentrationen von Stickstoffmonoxid und Ozon in unserer Luft? Wie entstehen diese Stoffe und worauf beruht ihre Schädlichkeit? Wie kann man deren Ausstoss resp. Bildung vermindern?

Biochemie. Wie werden Kohlenhydrate verdaut und abgebaut? Wie kann die dabei gewonnene Energie gespeichert und genutzt werden?


Weitere Informationen zur Chemie finden sich auf der Website Chemie

Wirtschaft und Recht

Welche Bedeutung hat das Fach?

Jeder Mensch hat als Familienmitglied, Konsument, Mitarbeiter in wirtschaftlichen Institutionen und als Staatsbürger immer häufiger Entscheidungen ökonomischer und rechtlicher Art zu treffen. Diese betreffen meist Zielkonflikte, die zusammenhängen und nicht mehr nur richtige oder falsche Lösungen zulassen, sondern ein Abwägen von Vor- und Nachteilen verschiedener Lösungsvarianten erfordern.

Dabei ist von Bedeutung, dass die einzelnen Unternehmen und die Wirtschaft als Ganzes in ihrer modernen und arbeitsteiligen Form immer komplizierter geworden und damit zunehmend schwieriger zu durchschauen sind. Die Sachkompetenz des einzelnen Menschen zur Beurteilung der Grundlagen für die eingangs erwähnten Entscheide nimmt aber gleichzeitig ab, Gefühle der Unsicherheit und Ohnmacht nehmen zu. Schülerinnen und Schüler, die zusehends in die Rolle als Stimmberechtigte, Konsumentinnen und Konsumenten, Mitarbeitende usw. hineinwachsen, werden bei mangelnder Sachkompetenz empfänglich für Propaganda. Deshalb ist eine vertiefte Auseinandersetzung mit wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen nicht nur für jene von Vorteil, welche später eine entsprechende Studienrichtung einschlagen wollen. Vielmehr bietet sie eine wichtige Horizonterweiterung für alle.

Typische Fragestellungen

Wie kommt es, dass eine Kreditkrise in den USA zu Arbeitslosigkeit in der Schweiz führt?
Weshalb ist ein bestimmtes Unternehmen erfolgreich?
Warum gibt es Reiche und Arme, wer sind die Gewinner und Verlierer der Globalisierung?
Wie verändert sich unser Arbeitsumfeld?
Weshalb wird ein gewerbsmässiger Dieb in der Schweiz meist härter bestraft als der Verursacher eines Autounfalls mit tödlichem Ausgang?
Unter welchen Voraussetzungen hat man im Internet einen gültigen Vertrag abgeschlossen?

Themen (Auszug)

Volkswirtschaftslehre: Menschenbild der Wirtschaftswissenschaften, ökonomische Verhaltenstheorie, Marktformen und Preisbildung, Marktversagen, Einkommensverteilung, Armut, Aufgaben des Staates, Inflation und Arbeitslosigkeit, Wechselkurse, Globalisierung, Strukturwandel

Betriebswirtschaftslehre: Strategisches Management, Beschaffung, Produktion, Marketing, Rechnungswesen, Finanzierung

Recht: Juristische Arbeitstechnik, Aspekte des Privatrechts wie Vertrags-, Haftpflicht-, Familien- und Erbrecht, Gesellschaftsrecht, Staatsrecht, Grundrechte, Strafrecht, Arbeitsrecht

Philos./Päd./Psych.

Was bedeutet PPP?

P wie Philosophie: Wie weit reicht unser Wissen? Welche Beziehung besteht zwischen unserem Bewusstsein und unserem Gehirn? Soll man lügen, wenn man dadurch Leben retten kann? Ist es mit der Idee der Menschenwürde vereinbar, Menschen zu klonen? Sind Glück und moralisch richtiges Handeln miteinander vereinbar? Was ist überhaupt - der Mensch?

P wie Pädagogik: Was ist Bildung? Wie hat sich die Vorstellung von Erziehung historisch entwickelt? Inwiefern haben sich die Erziehungsstile und  Erziehungsziele in den letzten Jahrzehnten verändert? Welche pädagogischen Theorien waren in den letzten Jahrhunderten relevant, welche sind es heute? Was bewirken Belohnung und Strafe in der Erziehung?

P wie Psychologie: Wie nehmen wir unsere Umwelt wahr? Wie entstehen Vorurteile? Was passiert in einer Gruppe? Wie können Missverständnisse und sinnlose Konflikte in der Kommunikation vermieden werden? Wie lernen wir? Welche psychischen Störungen gibt es, und wie werden sie erklärt und behandelt? Wie entwickelt sich beim heranwachsenden Menschen die Persönlichkeit?

PPP richtet sich an neugierige, denkfreudige und dialogbereite Schülerinnen und Schüler, die etwas über den Menschen in seinem sozialen und kulturellen Umfeld erfahren wollen und Lust darauf haben, grundlegenden Fragen, die sich im Zusammenhang mit unserer Existenz stellen, vertieft nachzugehen.

Wie sieht der Unterricht aus?

Der Unterricht beinhaltet vielfältige Lehr- und Lernformen zwischen individuellem und gruppenbezogenem Arbeiten unter Einsatz verschiedenster Medien. Dabei liegt das Augenmerk auf selbständigem und kooperativem Lernen. Ausserdem erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in verschiedene Methoden wissenschaftlichen Arbeitens. Der Praxisbezug wird angemessen berücksichtigt, z.B. in der Schwerpunktfachwoche der Tertia, bei Exkursionen oder kleineren Experimenten sowie bei Diskussionen über aktuelle Fragen und Probleme. Der Integration der drei Fächer wird anlässlich von Thementagen zu Inhalten wie "Freiheit/ Unfreiheit", "Geist und Gehirn" o.ä. Rechnung getragen.

Wohin führt das Fach?

Im Zuge der inhaltlichen Auseinandersetzung mit oben genannten Fragen geht es darum, unterschiedliche Erklärungs- und Deutungsansätze zur Rolle des Menschen in seiner Welt kennen zu lernen sowie Möglichkeiten der praktischen Anwendung solcher Einsichten aufzuzeigen und zu erproben. Dabei fördert PPP die Fähigkeit genau zu denken, kommunikativ auf andere zuzugehen, im Team zu arbeiten und verantwortlich zu handeln.

Bildnerisches Gestalten

"Die bildenden Künste bilden vor allem, indem man sie ausübt."
HARTMUT VON HENTIG: Bildung. Ein Essay. München /Wien, 1996

Wer wählt das Fach?

Wer gerne zeichnet, malt und plastisch mit unterschiedlichsten Materialien  gestaltet.
Wer sich für neue Medien genauso interessiert wie für aktuelle und historische Kunstwerke aus verschiedenen Kulturen und Epochen.
Wem es wichtig ist, innerhalb der gymnasialen Allgemeinbildung Raum zu haben für eigene gestalterische Tätigkeiten.
Wer an die Möglichkeit einer späteren beruflichen Nutzung seiner gestalterischen Fähigkeiten denkt.

Wer wählt das Fach?

Im SF Bildnerisches Gestalten bearbeiten wir Themen aus den folgenden Bereichen:

  • Form und Farbe
  • Raum und Körper
  • Grafik und Typografie
  • Architektur und Produktgestaltung
  • Fotografie und bewegtes Bild
  • Kunstgeschichte

Anhand von konkreten und anregenden Aufgabenstellungen lernen wir unterschiedliche Wege von der Idee bis zum fertigen Produkt kennen. Dabei eignen wir uns die nötigen handwerklichen Fertigkeiten an und lernen den Umgang mit Material und Werkzeug. Bezüge zum historischen und zeitgenössischen Kunstschaffen sowie zu verwandten Bereichen werden mit dem Ziel hergestellt, diese für das eigene Schaffen nutzbar zu machen.

Das Entdecken der eigenen  Kreativität in Prozessen der Reflexion und Produktion, verbunden mit dem Studium der theoretischen Grundlagen und der Geschichte der Kunst, führen zu einer grösseren Erlebnisfähigkeit und Eigenständigkeit im Urteilsvermögen und Ausdruck.

In der intensiven Auseinandersetzung mit ausgewählten Werken der Kunst in Museen und Ausstellungen erarbeiten wir uns einen Überblick über die grossen Epochen der Kunst und lernen auch fremden Ausdrucksformen mit Respekt und Verständnis zu begegnen.

Vielfalt

Das SF Bildnerisches Gestalten ist geprägt durch seine Vielfalt:

  • Vielfalt der gestalterischen Techniken
  • Vielfalt der Ausdrucksformen
  • Vielfalt der Lernorte (Atelier / Werkstatt / Museum / Landschaft usw.)
  • Vielfalt der Anforderungen
  • Vielfalt der Aufgabenstellungen
  • Vielfalt der Arbeitsformen

Musik

Der Musikunterricht trägt Wesentliches zur ganzheitlichen Entwicklung des Menschen bei. Er begünstigt die harmonische Ausbildung der emotionalen, rationalen und psychomotorischen Fähigkeiten.

Er fördert Intuition und Kreativität, erzieht zu Offenheit und Neugierde akustischen Phänomenen gegenüber und entwickelt die Fähigkeit zum Hören, Verstehen und Werten von musikalischen Ereignissen.

Die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für die ästhetischen Qualitäten der Musikkunst, das seelische und körperliche Erleben und das Erfassen verschiedener Ordnungsprinzipien und künstlerischer Freiheiten, das Zusammenwirken von Spannung und Entspannung, von Konsonanz und Dissonanz sollen geweckt und gefördert werden.

Im Umgang und in der Auseinandersetzung mit der Musik werden für die Lebensbewältigung entscheidende Haltungen - soziales Handeln, Geduld, (Selbst-)Disziplin, Konzentrationsfähigkeit - gefördert.

Aus welchen Gründen  Musik wählen?

Musik gehört im Leben zu den schönen und wichtigen Seiten des Alltags. Dabei beschränkt sich das Interesse der Schülerinnen und Schüler nicht nur auf das gelegentliche Musikhören; auch Singen und Musizieren bereiten ihnen Freude und Erfüllung. Sie möchten ihre musikalischen Kenntnisse und Fertigkeiten vertiefen, ein Instrument spielen lernen und am kulturellen Leben teilnehmen (Konzert- und Theaterbesuche). Vielleicht denken sie aber auch an die Möglichkeit einer späteren beruflichen Nutzung ihrer musikalischen Fähigkeiten.

Was bietet das Fach?

Die Lerninhalte im Schwerpunktfach Musik sind sehr vielfältig. Neben dem gemeinsamen Musizieren in verschiedenen Stilrichtungen erhalten die Schülerinnen und Schüler auch eine grundlegende Ausbildung in den musiktheoretischen Fächern: Stilkunde, Musikgeschichte und -ethnologie, Satz- und Formenlehre, Harmonielehre, Gehörbildung usw. Eine wertvolle individuelle Förderung erfahren sie in der wöchentlichen Einzellektion Instrumental- oder Gesangsunterricht. Dieser Unterricht wird entweder durch unsere Instrumentallehrkräfte oder an einer Musikschule erteilt. Die Kosten dazu übernimmt der Kanton. Das Zusammenwirken mit anderen (zum Beispiel im Chor, im Orchester, in der Big Band, in der Rock- oder Jazzgruppe und in Kammermusikensembles) gibt den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, an der Erarbeitung und Deutung nur in gemeinsamer Arbeit realisierbarer Werke teilzuhaben und öffentlich aufzutreten.
© 2010 Gymnasium Köniz Lerbermatt