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Monique Schwitter

Die Veranstaltung
Donnerstag, 11. 9. 08, 13.45 15.25 in der Aula
mit den Klassen 3e, 2f, 1a, 1b, 1h, 1i

Die Person
Autorin und Schauspielerin, Ensemblemitglied des Deutschen Schauspielhauses Hamburg, lebt in Hamburg.
Geboren und aufgewachsen in Zürich. Nach der Matura Schauspiel- und Regiestudium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst MOZARTEUM in Salzburg (1993-97), Abschluss Magister Artium. Engagements an den Schauspielhäusern Zürich (1997-1999), Frankfurt am Main (1998-99), Graz (2000-2004), Hamburg (seit 2005). Erste Veröffentlichungen bei Radio FM4/ORF Wien 2002 und in der Literaturzeitschrift Manuskripte seit 2003. Der Erzählband Wenns schneit beim Krokodil erschien 2005 bei Droschl, der Roman "Ohren haben keine Lider" im Frühling 2008 im Residenzverlag.
Das Theaterstück "Himmels-W", eine Auftragsarbeit für das Luzerner Theater, wurde am 3. April 2008 uraufgeführt.
Seit März 2006 veranstaltet Monique Schwitter monatlich den Damensalon im Schauspielhaus Hamburg, siehe auch www.schauspielhaus.de

Fahndungsporträt:
Schweizerin, Katholikin, abergläubisch, bewegte Jugend, Magistra, Schauspielerin, Vegetarierin, Hundehalterin, Autofahrerin, Drogenkonsumentin, gewaltbereit und liebesbedürftig, launenhaft aber unkompliziert, stets auf der Flucht, am liebsten Richtung Berlin. Scheint in Hamburg (St. Pauli) zu wohnen. Narbe neben der rechten Schläfe, tätowiert. Augen braun, Haare braun, 1,70 m, derzeit 62 kg (morgen bestimmt weniger), stark kurzsichtig. Trägt zur Tarnung Perücken, Brillen, Mützen; spricht ausgefallene Dialekte und 23 Fremdsprachen. Möglicherweise im Besitz einer Waffe."

Die Bücher
Wenns schneit beim Krokodil
Erzählungen, Droschl Verlag, Graz 2005
In fünfzehn Erzählungen erfasst die Autorin die Lebensweise heutiger junger Menschen: ihre prekären Beziehungen, Lebensbedingungen und Perspektiven, ihre Art, in lakonisch verdichteten Sätzen darüber zu sprechen und sich ebenso zu offenbaren wie dem Zugriff zu entziehen. Kleine Szenen, Situationsbilder, kurzen Äusserungen eröffnen eine Vielzahl von möglichen Geschichten und Lesarten.

Pressestimmen:
(...) ein glänzendes Debüt, Schwitters Erzähltalent entfaltet sich in den schlichten zwischenmenschlichen Situationen, die sie entwirft und gnadenlos durchspielt.
Oliver Meier, Berner Zeitung

Monique Schwitters Texte sprechen eine munter-freche, dem Slang junger Mneschen nachgebildete, stark dialogische Sprache, sie wirken direkt und unmittelbar und stecken jenseits aller selbstverliebten Larmoyanz ein breites Themensektrum ab.
Charles Linsmayer, Weltwoche

Spielerisch und sympathisch wirken die Texte, weil Monique Schwitter auf jegliches Psychologisieren verzichtet. () Schwitters Erzähldebüt ist etwas vom Reizvollsten, was die Schweizer Literatur in jüngster Zeit hervorgebracht hat.
Gieri Cavelty, Tagesanzeige

Ohren haben keine Lider
Roman, Residenz Verlag, St. Pölten Salzburg 2008
"Das ist ein hässlicher Zug an mir, den ich leider bis heute nicht ganz abgelegt habe, ich höre gerne andere schlecht über Dritte reden", gesteht die Ich-Erzählerin. Mit "ihrem Mann", den sie erst seit drei Monaten kennt, ist sie in ein Miethaus mit sechs Parteien eingezogen und entfaltet vor uns das Netz von Zu- und Abneigungen ihrer Nachbarn. Sie meint alles zu hören und merkt, dass sie das Wichtigste überhört hat, als es im Haus zum Mord kommt.

Pressestimmen:
Ihren charmanten, zwischen burschikoser Schnoddrigkeit und pseudonaiver Arglosigkeit changierenden Ton hat sie auch in ihrem Romandebüt beibehalten.
Klaus Nüchtern, Tagesanzeiger

Musik, Klänge, Geräusche spielen in Ohren haben keine Lider eine entscheidende Rolle. Sie markieren Reviere, kündigen Stimmungen an, ersetzen gelegentlich den Dialog.
Maike Schiller, Hamburger Abendblatt

Jede Figur hat ihre eigene Musik () der Roman ist nun ein Ohrenbuch.
Isabell Teuwsen, Schweizer Illustrierte


Weitere Veröffentlichungen
Theater
Himmels-W
Fünf Personen, fünf Szenen, ein W. Luzerner Theater, Frühling 2008

Veröffentlichungen in Anthologien
Freitag, in: Die Stadt, Merianverlag / Basel, 2007 (Fotoband /Erzählungen)
Rummachen, in: Wortlaut, Luftschacht / Wien, 2005 (Erzählungen)
luftpost, in: Luft, Steirische Verlagsgesellschaft, 2004 (Erzählungen)

Beiträge in literarischen Zeitschriften
Etzgen und Binzgen; Ausschau, in: "Manuskripte", Graz, 2007/ Nr. 175
schlucken und spucken, in: dipl. poeta, Ads, www.a-d-s.ch, 2007, Publikation vom AdS (Autorinnen und Autoren der Schweiz)
Staub, in "Entwürfe", Zürich, 2007 / Nr. 52
Die Qualle; Der Dackel, in "Manuskripte", Graz, 2007 / Nr. 178
Ihre Schuhe, in: "Manuskripte", Graz, 2006/ Nr. 172
Roeder, Rudolf, in: "Die Verführung der Buchstaben, Schweizer Radio DRS2 / Basel, 2006, Leseheft zum DRS 2 Hörpunkt "lesen hören"
Von Kühen, in: "Drehpunkt", www.lenos.ch, 2006 / Nr. 125
Höhepunkte - Texte für begabte Spielerinnen, in: "Manuskripte", Graz, 2005 / Nr. 168
Carlos, in: "Manuskripte", Graz, 2004 / Nr. 166
Vor dem Spiegel, in: "Manuskripte", Graz, 2004 / Nr. 165
Tochterlos; Zweiter Frühling; Ein Anflug, in: "Manuskripte", Graz, 2004 / Nr. 163
Der Zeuge; Wendel wartet; Wild erlegen, in: "Manuskripte", Graz, 2003 / Nr. 161

Sonstige Medien
"Wenn's schneit beim Krokodil" in: "Texte" Österreichischer Rundfunk Ö1, 07.03.2005
"Wendel wartet" in: "Leseprobe - Lit. Neuerscheinungen" Österreichischer Rundfunk Ö1, 30.10.2005
"Roeder, Rudolf" in "Hörpunkt - lesen hören" Schweizer Radio DRS 2, 02.10.2006
"Um Damaskus" Hörspiel Bearbeitung und Regie: Yves Raeber Schweizer Radio DRS 2, 13.12.2006

Sekundärliteratur
Moser, Samuel: Laudatio für Monique Schwitter. Robert Walser-Preis 2006, in: "Mansukripte", Graz, 2006 / Nr. 172
Moysich, Helmut: ...und zählte die Farben der Asche, in: "Manuskripte", Graz, 2004 / Nr. 164


Auszeichnungen
Hermann-Lenz-Stipendium 2004
Halbes Werkjahr für Literatur der Stadt Zürich 2005
Literaturpreis der Marianne und Curt Dienemann-Stiftung 2005
Robert Walser Preis 2006
Förderpreis der Schweizer Schillerstiftung 2006
Aufenthaltsstipendium im Literarischen Colloquium Berlin 2006
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