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Franco Supino

Lesung und Gespräch

Donnerstag, 18. Juni, 15.35-17.15, Cheminéeraum, 4b, 2f, 2k

Person und Werk

1965 in Solothurn geboren, wuchs als Kind italienischer Eltern zweisprachig auf. Er studierte in Zürich und Florenz Germanistik und Romanistik und schloss das Studium mit einer Arbeit über Günter Eich ab. Heute lebt Supino in Solothurn und ist Dozent an der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz.

Zwischen 1983 und 1990 verfasste er mehrere Features, Rundfunkerzählungen und ein Hörspiel für das Schweizer Radio DRS. Sein erster Roman "Musica Leggera" erschien 1995. Dessen Thema der Zerrissenheit von Töchtern und Söhnen italienischer Migranten in der Schweiz wird im zweiten Roman Supinos, "Die Schöne der Welt oder Der Weg zurück" (1997), fortgesetzt und radikalisiert. Die beiden zuletzt erschienenen Werke widmen sich Künstlerschicksalen: "Ciao amore, ciao" basiert auf dem Lebenslauf der Sängerin Dalida, "Das andere Leben" thematisiert die letzten Wochen im Leben des Dramatikers Cäsar von Arx.

Die wichtigsten Werke

Musica leggera. Roman,Rotpunkt, Zürich, 1995
Die Schöne der Welt oder Der Weg zurück, Roman,Nagel&Kimche, Zürich, 1997
Der Gesang der Blinden, Roman, Nagel&Kimche, Zürich, 1999
Ciao amore, ciao, Roman, Rotpunkt, Zürich, 2004
Das andere Leben, Roman, Rotpunkt, Zürich, 2008

Beat Mazenauer auf www.culturactif.ch zum jüngsten Roman Franco Supinos

"Das andere Leben" inszeniert ein stilles Kammerspiel. Eindrücklich und bewegend schildert Supino das qualvolle Leiden der Frau im Spital, und den dadurch gestärkten Willen des Mannes, selbst einen Schlussstrich zu ziehen. Die zurückhaltende Liebe der Tochter vermag dagegen nichts mehr auszurichten. Auf unspektakuläre, intensive Weise verknüpft Supino das Motiv der historischen Zeitenwende mit einem berührenden privaten Schicksal.

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